Aciclovir Creme – Preisvergleich, Anwendung und Nebenwirkungen

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Aciclovir Creme – Preisvergleich, Anwendung und Nebenwirkungen

Frau mit Schmerzen am ZahnfleischBei Infektionen mit Herpes-Viren hat sich das Virustatikum Aciclovir, das die Virenvermehrung stoppt, erfolgreich etabliert. Entwickelt wurde Aciclovir von dem Wissenschaftler Howard Schaffer des Pharmaunternehmens Burroughs Wellcome und im Jahr 1979 zum Patent angemeldet. Im Jahr 1981 wurde von dem Pharmakonzern Glaxo Wellcome eine – zunächst rezeptpflichtige – Wirkstoffcreme unter dem Namen Zovirax auf dem Markt gebracht. Im Jahr 1988 wurde die Wissenschaftlerin Gertrude B. Elion, die zusammen mit Howard Schaffer des Pharmaunternehmens Burroughs Welcome an dem Wirkstoff geforscht hat, mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, unter anderem für den Wirkstoff Aciclovir.

Das Virustatikum revolutionierte die bis dato bekannte Medikation von Herpeserkrankungen, wie etwa Lippenherpes. Insbesondere bei lokalen Anwendungen mit Cremes sind Produkte mit dem Wirkstoff Aciclovir aufgrund der hohen Anwendungssicherheit und dem positiven Risiko-Nutzenverhältnis, da sehr gering dosiert, nicht verschreibungspflichtig und können rezeptfrei in jeder Apotheke erworben werden.

Anwendungsbereiche von Aciclovir

Das Virustatikum Aciclovir wird zur Medikation von Infektionen mit Herpesviren eingesetzt: Hierzu gehören:

  • Lippenherpes
  • Genitalherpes
  • Gürtelrose
  • Neugeborenenherpes
  • Gehirnentzündung aufgrund einer Herpesinfektion
  • Herpesbedingte Hornhautentzündung des Auges oder des Augenliedes
  • Windpocken bei Patienten dessen Immunsystem aufgrund einer schweren Erkrankung, wie HIV-Infektion, geschwächt ist
  • vorsorglich

Aciclovir-Creme im Preisvergleich

Aciclovir Heumann Creme von HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG

PZN: 6977954
Hersteller: HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG
Verabreichungsform: Creme
Verschreibungspflicht: rezeptfrei

Aciclovir AL Creme von ALIUD Pharma GmbH

PZN: 7334796
Hersteller: ALIUD Pharma GmbH
Verabreichungsform: Creme
Verschreibungspflicht: rezeptfrei

Aciclovir akut Creme 1A Pharma von 1 A Pharma GmbH

PZN: 1664245
Hersteller: 1 A Pharma GmbH
Verabreichungsform: Creme
Verschreibungspflicht: rezeptfrei

Aciclovir Ratiopharm Lippenherpescreme von ratiopharm GmbH

PZN: 2286360
Hersteller: ratiopharm GmbH
Verabreichungsform: Creme
Verschreibungspflicht: rezeptfrei

Die Wirkung von Aciclovir

??????????????????????????????????????????????????Viren sind Mikroorganismen, die anders als Bakterien, keine Proteine (Eiweiße) synthetisieren, da die hierfür notwendigen Zell-Strukturen fehlen. Aus diesem Grund sind die Viren nicht eigenständig überlebensfähig und brauchen für ihre Vermehrung eine Wirtzelle. Nachdem die Wirtzelle, zumeist die menschliche Zelle, mit dem Herpesvirus infiziert wurde, nutzen die Viren die zelleigenen Ressourcen, um mithilfe eines eigenen Enzyms das Virus-Erbgut zu vervielfältigen. Auf diese Weise vermehrt sich das Virus im Organismus.

Aciclovir wirkt nicht eigenständig gegen die Herpesviren. Die Wirkung beruht darauf, dass der Wirkstoff in mehreren Schritten gegen den Virus vorgeht: Zunächst muss Aciclovir von dem Enzym des Virus, und dann von dem Enzym der befallenen Wirtzelle verändert werden. Erst die hieraus entstandene Substanz ist in der Lage, die Vermehrung der Herpesviren zu stoppen.

Anwendungsgebiete von Aciclovir

Im Rahmen einer Selbstmedikation steht den Patienten ausschließlich die rezeptfreie Aciclovir-Creme zur Verfügung, die bei Lippenherpes eingesetzt wird. Die Creme sollte fünfmal täglich in einem Abstand von vier Stunden auf die betroffenen Stellen einmassiert werden. Um eine weitere Infektion mit Herpesviren oder dessen Wachstum zu vermeiden, sollten sich die Patienten vor und nach dem Auftragen der Aciclovir-Creme gründlich die Hände waschen. Die Behandlungsphase beträgt etwa vier Tage. Dies ist etwa der Zeitraum, indem alle Herpesbläschen verkrustet und abgeheilt sind. Maximal sollte die Aciclovir-Creme jedoch zehn Tage verwendet werden.

aciclovir-ratiopharm-lippenherpescreme-2286360Bei der Therapie mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Tablettenform erfolgt die Behandlung strickt nach Anweisung des behandelnden Arztes. In der Regel wird eine Wirkstoffdosierung von 200 bis 800 Milligramm des Aciclovir zweimal bis fünfmal täglich verordnet.

Für die Behandlung von leichten bis mittelschweren herpesbedingten Augeninfektionen eignet sich eine Aciclovir-Salbe. Bei schweren Augeninfektionen, die stationär behandelt werden, sind Aciclovir-Infusionslösungen verfügbar.

Nebenwirkungen und Einnahmehinweise

Bei einer lokalen Therapie mit einer Aciclovir-Creme treten Nebenwirkungen aufgrund der niedrigen Dosierung sehr selten auf. Bei der Einnahme von Aciclovir-Tabletten können bei einem von zehn bis 100 behandelten Patienten Kopfschmerzen, Hautausschlag, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schwindel auftreten.

Bei einem von 1.000 bis 10.000 Behandelten traten Atemnot und allergische Reaktionen auf.

Therapeutisch wirksame Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wurden bis heute keine festgestellt. Aciclovir wird zum größten Teil über die Nieren ausgeschieden. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz muss die Tagesdosis angepasst werden.

Zwar wurden seit der Markteinführung bei schwangeren Patientinnen keine Organschäden am Fötus und Neugeborenen durch die Einnahme von Aciclovir beobachtet, dennoch muss das Risiko-Nutzenverhältnis von dem behandelten Arzt gegeneinander abgewogen werden. Die lokale Anwendung ist hingegen ohne Einschränkung möglich.



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