Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) – Behandlung & Medikamente

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Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) – Behandlung & Medikamente

Junge Frau mit Taschentuch und SchnupfenNase nebst Nebenhöhlen verfügen über einen natürlichen Reinigungsmechanismus, wobei die Zellen in der Schleimhaut permanent einen feinen Sekretfilm bilden in dem sich Staubpartikel und potenzielle Krankheitserreger verfangen. Die winzigen Härchen auf der Schleimhaut (Flimmerhärchen) transportieren den Schleim kontinuierlich in Richtung der Nasenhöhle und von dort aus weiter in den Rachenraum. Dadurch werden eingeatmete Schmutzpartikel aus dem Nasen- und Nebenhöhlenbereich mit dem unmerklichen Sekret heruntergeschluckt.

Entzündet sich die Schleimhaut, wie das beispielsweise bei einer Erkältung der Fall ist, kann dieser natürliche Ablauf allerdings ins Stocken geraten. Während einer Erkältung produziert die Schleimhaut bedeutend mehr Sekret als sonst und schwillt an. Dieses wiederum führt dazu, dass die winzigen Verbindungskanälchen zwischen der Nase und den Nebenhöhlen anschwellen. Dadurch werden die Nebenhöhlen weniger belüftet, sodass das Sekret aus den Nebenhöhlen nicht mehr optimal abfließen kann und dieses sich zurückstaut. Dabei bildet sich der Nährboden für Bakterien.

Auslöser einer Nasennebenhöhlenentzündung

Schnupfen, Fieber und HalsschmerzenZu den häufigsten Auslösern einer Nasennebenhöhlenentzündung, welche fast immer aus einer Nasenschleimhautentzündung entsteht (Viren, Bakterien) gehört die Erkältung. Häufige Ursachen einer plötzlich auftretend viralen Nebenhöhlenentzündung sind beispielsweise Influenza-, Rhino- und Parainfluenzaviren. Eine akute bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung wird oft durch influenzae, Pneumokokken, Staphylokokken, Hämophilus oder Streptokokken ausgelöst.

Therapie mit Nasentropfen

Bei einer länger anhaltenden oder zum wiederholten Mal auftretenden Nasennebenhöhlenentzündung ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren. Dieser verordnet für gewöhnlich abschwellende Nasentropfen (Nasensprays) zur Linderung der Beschwerden und berät den Patienten zur Anwendung dieser, da eine zu häufige Anwendung der Schleimhaut schaden kann. Bereits nach mehr als einer Woche Anwendung von abschwellenden Medikamenten droht eine Abhängigkeit, da die Schleimhaut umso stärker anschwillt, wenn die Wirkung nachlässt, was den Patienten wiederum aufs Neue dazu veranlasst, Nasenspray oder Tropfen zu verwenden.

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Therapie mit Antibiotika

In circa 80% der Erkrankung heilen Nasennebenhöhlenentzündungen innerhalb von vierzehn Tagen aus. Daher sind Antibiotika nur selten erforderlich und werden nur bei bedrohlichen Komplikationen verordnet. Bei plötzlich auftretenden Verläufen chronischer oder mehrmals wiederkehrender Entzündungen oder allergischen Schleimhautreaktionen kann die Anwendung eines kortisonhaltigen Nasensprays den Genesungsprozess beschleunigen.

Allerdings wurden inzwischen anders als beim Antibiotikum ein besserer Therapieerfolg durch pflanzliche Sekretlöser wie Primelextrakte, Myrtol und Cineol nachgewiesen. Auch Inhalieren mit warmem Dampf, dem ätherische Öle zugefügt wurden, lindern meist schon nach kurzer Zeit die Beschwerden. Gegen Schmerzen im Gesichtsbereich helfen rezeptfreie Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Iboprofen oder Paracetamol. Zur Anwendung dieser sollten sich Patienten ausführlich beim Apotheker informieren.

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Chronische Nebenhöhlenentzündung und Therapie

Junger Mann mit NasensprayBei einer chronischen Nebenhöhlenentzündung verordnet der Arzt in den meisten Fällen örtlich wirkende kortisonhaltige Medikamente, welche der Entzündung entgegenwirken. Desgleichen können auch Nasenspülungen mit einer Salzlösung Linderung verschaffen. Werden die Nasennebenhöhlenentzündungen durch eine Allergie verursacht, wird oft eine Allergenvermeidung oder Desensibilisierung empfohlen.

Nicht empfehlenswert für Säuglinge und Kleinkinder ist es zu inhalieren, da viele ätherische Öle und Erkältungssalben Menthol enthalten, welches bei Säuglingen und Kleinkindern zum Atemstillstand führen kann. Kinder unter vierzehn Jahren sollten keine fiebersenkenden und schmerzlindernden Medikamente mit dem Wirkstoff ASS (Acetylsalicsäure) erhalten, da besonders im Zusammenhang mit Infektionen gefährliche Leber- und Gehirnschäden (Reye-Syndrom) drohen.

Präparate, welche für Erwachsene entwickelt wurden, sind für Kinder nicht zulässig, da sie ihnen gesundheitlichen Schaden zufügen können. Für Kinder wurden daher Medikamente entwickelt, welche für die diesbezügliche Altersgruppe geeignet sind und dem Alter entsprechend dosiert werden. Im Zweifel sollte vor der Einnahme der Medikamente immer der Arzt oder Apotheker befragt werden.

Operativer Eingriff bei einer Nasennebenhöhlenentzündung

Ganz selten kommt es bei Nasennebenhöhlenentzündungen zu ernsthaften Komplikationen. Dringt die Entzündung allerdings in die Augenhöhle oder andere Bereiche ein, sind operative Maßnahmen unabdingbar. Besonders bei chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen wird durch den operativen Eingriff unter Narkose die erkrankte Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen abgetragen, der Nasengang erweitert, die Nasenscheidewand reguliert und Nasenpolypen entfernt.

Ein solcher Eingriff erfolgt in den meisten Fällen mit dünnen Instrumenten (endoskopisch) von der Nasenhöhle aus. Eine Operation durch einen äußerlichen Schnitt ist heutzutage eher selten erforderlich. Generell sind Operationen an den Nasennebenhöhlen hinsichtlich ihrer Nähe zu Augen und Gehirn dennoch nicht ohne Risiko, da es bei Komplikationen wie Verletzungen der benachbarten Strukturen beziehungsweise zu Blutungen kommen kann.

Vorbeugende Maßnahmen

Zu den vorbeugenden Maßnahmen einer Nasennebenhöhlenentzündung gehört beispielsweise die Hygiene während der Erkältungszeit. Dazu gehört es sich regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen, beispielsweise wenn man von draußen kommt oder nach dem Toilettengang. Zudem sollten Nasensprays nicht mit anderen Personen geteilt und Abschluss der Erkrankung entsorgt werden. Besonders in der kühlen Jahreszeit, wenn die Räume wieder beheizt werden, trocknen die Schleimhäute im Nasen- und Rachenbereich leicht aus.

Daher sollte der Körper mit genügend Flüssigkeit (vorzugsweise Wasser, zwei Liter pro Tag) versorgt werden. Eine Ausnahme hierbei bilden Menschen mit Vorerkrankungen wie beispielsweise eine Nierenkrankheit oder Herzschwäche. Hier sollte die Trinkmenge mit dem Arzt abgesprochen werden. Nicht zuletzt spielt auch die gesunde Lebensweise eine wichtige Rolle, um Erkrankungen vorzubeugen. Hierzu gehört eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, genügend Schlaf, Verzicht auf Zigaretten und Alkohol, ausreichend Bewegung und regelmäßige Entspannungsmomente. Dieses stärkt den Organismus und hiermit das Immunsystem.



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