Nystatin gegen Pilzinfektionen – Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen

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Nystatin gegen Pilzinfektionen – Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen

nystatin-acis-filmtabletten-7371225Nystatin wird von den beiden Mitarbeiterinnen Rachel Fuller Brown und Elizabeth Lee Hazen im Jahre 1948 entdeckt, die bei der New Yorker Gesundheitsbehörde arbeiten. Es ist das Produkt eines Bakteriums = Streptomyces noursei. Den Namen enthält es zu Ehren ihrer Behörde des Staates „New-York STATe-IN“. Das Medikament wird eingesetzt gegen Hefepilze. Nystatin greift keine Haut- und Schimmelpilze an und ist gegen Bakterien wirkungslos. Die letztere Tatsache ist von großem Vorteil bei der Behandlung von Darmpilzen. Hier ist es wichtig, dass keine Schädigung der erwünschten Darmbakterien erfolgt, was bei der Verwendung von Antibiotika der Fall wäre.

So birgt die Tatsache, dass dieses Präparat nicht im Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird, den Vorteil, dass Nystatin nur auf der Oberfläche des Darmes wirkt und somit den Körper nicht belastet. Dadurch dürfen auch Schwangere und Babys Nystatin einnehmen. Der Nachteil von Nystatin ist, dass es direkt an den Ort gebracht werden muss, wo eine Wirkung stattfinden soll. Eine Verteilung, die normalerweise über die Blutbahn stattfindet, gibt es hier nicht.

Die richtige Anwendung von Nystatin

Nystatin acis Filmtabletten von Acis Arzneimittel GmbH

PZN: 7371225
Hersteller: Acis Arzneimittel GmbH
Verabreichungsform: Filmtabletten
Verschreibungspflicht: rezeptfrei

Nystatin Lederle Tropfen m. Dosierpumpe von MEDA Pharma GmbH & Co. KG

PZN: 4900717
Hersteller: MEDA Pharma GmbH & Co. KG
Verabreichungsform: Tropfen
Verschreibungspflicht: rezeptfrei

Unter der Voraussetzung, dass die Substanz dort wirkt, wo die Pilze sich befinden, kann eine erfolgreiche Therapie vonstattengehen. Meist ist der Magen-Darm-Trakt befallen und der Mund. Von daher reicht es nicht aus, lediglich nur Tabletten einzunehmen. Eine solche Therapie würde die Pilze in der Mundhöhle nicht erreichen. Nystatin muss deshalb immer gleichzeitig als Mundspülung und Tabletten oder wahlweise Kapseln angewendet werden.

Hepatitis Virus - 3D RenderDer Mund sollte nach jeder Mahlzeit mit einer Nystatin-Lösung kräftig gespült werden, damit die Pilze aus der Mundhöhle entfernt werden können. Hierfür eignen sich beispielsweise die Nystatin Lederle®-Suspension und die Adiclair®-Suspension. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Lösung nicht gleich geschluckt wird, sondern dass sie etwas länger im Mund bleibt und dann kräftig zu spülen, sodass, sämtliche Ecken des Mundes erreicht werden. Anschließend kann die Lösung geschluckt werden.

So wird dann auch die Speiseröhre benetzt und sorgt auf diesem Weg für eine gute Entfernung von den dort vorhandenen Candida-Hefen. Gleichzeitig sollte man eine Woche lang dreimal Tabletten einnehmen. Angeboten werden beispielsweise Nystatin Lederle® Filmtabletten und Adiclair® Filmtabletten. Danach wird diese Dosis dann reduziert auf dreimal eine Tablette.

Wichtig ist, dass diese Dosierung weitere drei Wochen beibehalten wird. Um hier ein gutes Ergebnis zu erzielen, wird empfohlen die Behandlungszeit auf insgesamt vier Wochen auszudehnen. Als sogenannte Standard-Behandlung sollte diese zum Erfolg führen. Allerdings kann man in Einzelfällen von dem Schema abweichen und eine längere Behandlungsdauer vorziehen, die zwei bis drei Monate andauern kann verbunden mit höheren Dosen von 3 mal 3 bis 4 Tabletten.

Nystatin Stada 500.000 I.E. überzogene T von STADApharm GmbH

PZN: 892375
Hersteller: STADApharm GmbH
Verabreichungsform: überzogene Tabletten
Verschreibungspflicht: rezeptfrei

Nystatin acis Mundgel von Acis Arzneimittel GmbH

PZN: 7371194
Hersteller: Acis Arzneimittel GmbH
Verabreichungsform: Gel
Verschreibungspflicht: rezeptfrei

Wer bekommt Nystatin und gibt es Nebenwirkungen?

Nystatin findet prophylaktisch Anwendung bei Patienten, die ein erhöhtes Risiko einer Pilzinfektion haben. Dies kann der Fall sein bei AIDS-erkrankten und Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen und gleichzeitig Antibiotika einnehmen.
Laut René Gräber, der Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge ist, kann Nystatin zu Übelkeit, Durchfällen und Erbrechen führen. Gräber beklagt, dass durch diese Behandlung beispielsweise die Ursache der Darmpilze nicht beseitigt wird und es lediglich eine Frage der Zeit ist, bis diese aller Wahrscheinlichkeit wieder auftauchen werden.

Weiter behauptet der Gesundheitspädagoge, dass es eine Resistenzentwicklung bei Nystatin gibt. Da angeblich in den letzten 10 Jahren die Häufigkeit von Resistenzen dramatisch gestiegen ist, wird mit einer noch weiter ansteigenden Tendenz gerechnet. Die Gründe dafür sind immunologische Probleme. Das vermehrte Auftreten von Pilzinfektionen ist zum Teil therapiebedingt, wie beispielsweise bei der Transplantationsmedizin oder auch der Onkologie.Bacteria Types Presentation

Hier wird bedingt durch medikamentöse Eingriffe das Immunsystem stark beeinträchtigt. HIV sowie andere Immunerkrankungen werden als weiterer Grund für diese steigende Tendenz angegeben. Experten vermuten, dass der Selektionsdruck, der auf die Pilze ausgeübt wird, ähnlich hoch ist, wie der Druck dem die Bakterien und Viren ausgesetzt sind, obwohl die Resistenzen weniger ausgeprägt sind als es bei den beiden anderen Gruppen der Fall ist.

Hier geht die Behauptung sogar so weit, dass eine fehlende Resistenzentwicklung, die bei pathogenen Pilzen zum Tragen kommen soll, ein Märchen ist. Es fehlt ein adäquates System, welche das Vorkommen von Infektionen aufzeichnen kann und somit epidemiologische Daten sammeln könnte. Es fehlt ein Überwachungssystem, dass die Pilzinfektionen erfassen können und deren Empfindlichkeit in puncto Therapien überwacht. Das „Märchen“, indem behauptet wird, Nystatin unterliegt einer fehlenden Resistenz, beruht allein darauf, dass hier allgemeine Daten fehlenden – so René Gräber.

Fazit: In akuten Fällen, wo ein hochgradiger Hefepilzbefall vorliegt, kann es sicherlich durchaus einen Sinn machen, mit Nystatin eine Behandlung vorzunehmen. Es sollte aber auch in diesen Fällen in Betracht gezogen werden, sich alternativ für eine anschließende weitere Candidatherapie zu entscheiden.



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